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Wheel of Care - Slow Care on a fast Bike

Bei Wheel of Care geht es nicht nur um  Gesundheit, sondern vielmehr darum Pflege in unseren Städten neu zu denken. Indem wir das ganze Jahr mit dem Fahrrad unterwegs sind, inklusiv, mehrsprachig und sowohl medizinische als auch soziale Bedürfnisse berücksichtigen, zeigen wir, dass eine andere Art der Pflege möglich ist. Wir sind stolz dies in einer vielfältigen Stadt wie Brüssel zu tun und hoffen, Inspiration für viele Nachahmer zu sein.

 


In Brüssel gibt es ein gemeinnütziges Unternehmen, welches das Gesundheitswesen revolutionieren möchte. Sie bieten Pflege an, die inklusiv, bezahlbar und auf den Menschen ausgerichtet ist, sogenannte „slow care“.

Ihr Alleinstellungsmerkmal: Sie sind ausschließlich mit elektrischen Fahrrädern unterwegs – mitunter eine Herausforderung in einer solch großen und geschäftigen Stadt wie Brüssel. Welcher Name könnte da passender sein als Wheel of Care – „Pflegerad“ – ausgesprochen „We love care“ – zu Deutsch „Wir lieben Pflege“. Wir haben mit der Gründerin und Geschäftsführerin Flora Billiouw darüber gesprochen, was sie antreibt, welche Hürden sie zu überwinden hat und warum sie ausgerechnet mit einem i:SY 2017 ihre Idee von einer mensch-zentrierten Pflege ins Leben gerufen hat. 

WER UND WAS STECKT HINTER WHEEL OF CARE?

Wheel of Care steht für eine ganzheitliche und nachhaltige Pflege. Aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen habe ich schon früh beschlossen, im Gesundheitswesen zu arbeiten. Damals war meine Mutter krank und erhielt externe Pflege. Da wusste ich, ich möchte das auch machen. Mit dieser Vision von Menschlichkeit und Nachhaltigkeit habe ich mich 2017 selbstständig gemacht. Mittlerweile sind wir 25 Mitarbeiter:innen. Ich selbst bin eine der Hebammen im Team. Darüber hinaus gibt es Krankenschwestern, Doulas, Psychologen, Masseure, Ernährungsberater:innen, Akupunkteure und Freiwillige. Wir sind quasi ein ganzes Dorf aus Pflegenden. 
 

WORAUF MÖCHTEST DU GERN AUFMERKSAM MACHEN?

Im Mittelpunkt unseres Handelns steht stets der Mensch. Die oft vernachlässigte vor- und nachgeburtliche Fürsorge ist uns besonders wichtig. Gleichzeitig möchten wir auf die Vereinsamung im Alter aufmerksam machen. Brüssel ist eine der diversesten Städte Europas, dies führt allerdings auch zu sozialer Fragmentation. Pflege ist eng mit sozialen Gefügen verwoben. Isolation vorzubeugen, trägt nicht nur zum individuellen Wohlbefinden bei, sondern fördert auch gesunde Gemeinschaften. Zudem wollen wir zeigen, dass Pflege nachhaltig sein kann und sollte. Dabei ist das Radfahren ein zentraler Lösungsansatz für die Menschen, aber auch für unseren Planeten.
 

IST ES PRAKTISCH, DEINEN BERUF MIT DEM FAHRRAD AUSZUÜBEN?

Überraschenderweise, ja! Wir sind schnell unterwegs, umfahren Staus und brauchen keinen Parkplatz suchen. Außerdem sind wir für die Menschen im Viertel sichtbar. Ob Regen oder Schnee, wir radeln immer. Es ist Teil unserer DNA. Fahrräder geben uns Flexibilität und Effizienz, während wir unseren ökologischen Werten treu bleiben.
 

WARUM FAHRT IHR AUSGERECHNET MIT i:SY RÄDERN DURCH BRÜSSEL?

Von Beginn an wollten wir, dass das Fahrrad  Symbol und Werkzeug unserer Arbeit zugleich ist. Durch einen Partner sind wir auf i:SY gestoßen und Ja, wir werden zwar gern als gutes Beispiel genannt, allerdings gibt es keine verlässliche Förderung. Wir sind abhängig von zeitlich begrenzten und projektbasierten Finanzierungen sowie Spenden. Ohne langfristige Unterstützung steht unsere Arbeit auf dem Spiel. Wir fordern von der Politik, dass unser Ansatz nicht als Experiment, sondern als ernstzunehmende Lösung für eine gesunde Gesellschaft wahrgenommen wird, gerade hier in Brüssel.
 

WAS ERSCHWERT EUREN ALLTAG?

An einem Regentag mit einem voll beladenen Rad bergauf zu fahren, ist nicht unbedingt einfach – aber machbar. Manche Familien leben unter  prekären Bedingungen, das erfordert Zeit und  emotionale Präsenz. Für ältere Menschen kann Einsamkeit mitunter so belastend sein, wie gesundheitliche Probleme. Seit wir gestartet sind, wurden uns bereits 13 Räder gestohlen. Aber all das wird durch die Freiheit, die uns das Radfahren gibt, und das Vertrauen zu unseren Patienten, wieder wett gemacht. Jede Fahrt erinnert uns daran, weshalb wir das tun, was wir tun.
 

GRÖSSTE ERFOLGE

  • über 80.000 Besuche – ausschließlich per Rad seit 2017
  • Ausweitung unseres Einsatzgebietes
  • Aufbau eines multidisziplinären Teams
  • Schaffung von sicheren, inklusiven Orten für alle Generationen

Und wahrscheinlich der größte überhaupt: zahllose Menschen, die uns berichten, dass unsere Pflege ihnen Sicherheit, Erholung, Würde und ein Gefühl der Zugehörigkeit gibt.

WAS MACHT DICH AM GLÜCKLICHSTEN?

Das Lächeln und die Erleichterung im Gesicht der Menschen, wenn sie uns die Tür öffnen. Zu sehen, wie frisch gebackene Eltern Unterstützung erfahren oder wie ältere Menschen wieder Teil ihrer Gemeinschaft werden. Und das ausgeprägte Gefühl von Verbundenheit und Hoffnung, welches wir in der Stadt verbreiten, die wir alle so lieben.

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WIE KANN MAN EUCH UNTERSTÜTZEN?

  • Partnerschaften mit Organisationen, die unsere Werte teilen
  • Freiwillige und Spender, die sich unserem „Dorf der Pflege“ anschließen wollen
  • Unsere Geschichte weiterverbreiten, dass Fürsorge nachhaltig, inklusiv und zutiefst menschlich sein kann.
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