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i:SY über die Alpen

MARKUS HILGERT

Fernsehmacher - von Kamera über Redaktion bis Produktion. Er ist passionierter Radfahrer, i:SY Fan und ganz begeistert, dass i:SY als einer der ersten Hersteller die MGU von PINION verbaut. Beim Wort Alpenüberquerung kribbelt es jedem Zweirad- affinen in den Waden. Markus will sich dieser Herausforderung mit unserem i:SY P12 ZR stellen. Seine Erlebnisse hat er in Wort und Bild für uns festgehalten.

FÜNF TAGE ABENTEUER – MIT DEM i:SY P12 ZR VON FÜSSEN BIS ZUM GARDASEE

Eine Alpenüberquerung auf einem Kompaktrad! Geht das? Normalerweise sieht man Kompakträder auf Campingplätzen oder auf dem Weg zum Bäcker. Aber warum verbaut i:SY dafür die Pinion MGU, also einen Motor, der auch hochgebirgstauglich ist? „Hat das i:SY P12 vielleicht doch das Zeug für  größere Abenteuer?” frage ich mich. Das muss ich testen! Und die Idee einer Alpenüberquerung auf dem Kompaktrad ist geboren. WISSENSINSEL: Im neuen i:SY P12 arbeitet die  revolutionäre Pinion MGU, die mit einer Übersetzungsbandbreite von 600 % – also dem Bereich zwischen dem größten und dem kleinsten Gang – völlig neue Möglichkeiten bietet. Das gab es bei Riemenantrieben bisher nicht.

TAG 1:  FÜSSEN – FERNSTEINSEE
Ich starte in Füssen, der höchstgelegenen Stadt Bayerns, auf 800 Metern über dem Meer. Von hier aus soll es auf der Via Claudia Augusta, einer alten Römerstraße, 400 Kilometer weit bis zum Gardasee gehen. Schon nach den ersten 30 Kilometern erreiche ich das erste Highlight meiner Tour. Ein atemberaubendes Panorama breitet sich vor mir aus. Vor mir liegt das Hochjoch, hinter mir erhebt sich der imposante Thaneller – ich bin beeindruckt und denke glücklich: „Genau deshalb bin ich hier.“ Bis jetzt ist die Tour für das i:SY P12 mit der Pinion MGU eine Spazierfahrt und durch die aufrechte Sitzposition kann ich die Landschaft noch besser genießen. MEIN ERSTER SINGLETRAIL ... i:SY - du kannst das! Plötzlich endet der Weg, und vor mir windet sich ein schmaler Pfad steil nach unten. Wurzeln und Steine ragen aus dem Boden. Hier muss das i:SY P12 zeigen, was es kann. Ein mit 25 Kilogramm Gepäck beladenes Kompaktrad, verteilt auf Gepäckträger, Frontloader und Lowrider, ist leider nicht unbedingt offroadfreundlich.

TAG 2:  FERNSTEINSEE – RESCHENSEE
Der zweite Tag startet mit einem Kaffee, Zelt abbauen und los geht’s. Vor mir liegen 800 Höhenmeter. Die Wendigkeit des Bikes überrascht mich allerdings positiv, und Stück für Stück kämpfe ich mich über die Hindernisse. Die Sonne brennt ... Vor der Tour war ich etwas besorgt: Ohne Federgabel und gefederte Sattelstütze in die Berge – ob das gutgehen würde? Aber mein erstes Zwischenfazit am zweiten Tag: Die sechs Zentimeter breiten Reifen federn erstaunlich gut. Bisher vermisse ich die Federgabel nicht. Für alle, die auf eine Federgabel trotzdem nicht verzichten möchten, bietet i:SY das Modell Adventure an. Aber solange kein Singletrail auf dem Plan steht, fährt sich das Bike auch ohne Federung ausgezeichnet. Wichtiger als eine Federung ist in den Alpen jedoch etwas anderes: Sonnencreme! Die pralle Sonne ist gnadenlos, mein Display zeigt 43 Grad an. Obwohl ich mich zweimal eincreme, bekomme ich einen Sonnenbrand.

TAG 3:  RESCHENSEE – MERAN
Ein weiteres Highlight entlang der Via Claudia Augusta ist der Reschensee. Dieser Stausee wurde um 1950 geflutet, um als Becken für ein Speicherkraftwerk zu dienen. Dafür wurden insgesamt 677 Hektar Land und zwei Dörfer überflutet, und fast 150 Familien wurden um ihre Existenz gebracht. Der alte Kirchturm ragt bis heute aus dem Wasser und wird auch als 'Atlantis der Berge' bezeichnet. Heute ist der Kirchturm ein Wahrzeichen der Region. Die Legende besagt, dass man in kalten Winternächten die Glocke des Turms läuten hört, obwohl diese schon vor Jahrzehnten entfernt wurde.

Heute steht außerdem ein Bremsentest auf dem Programm. Das i:SY P12 setzt beim Thema Bremsen auf hydraulische Scheibenbremsen von Magura, die für den Einsatz an E-Bikes optimiert sind. Aber wie schnell kommt das Bike eigentlich zum Stehen, mit 25 Kilo Gepäck und einem 90 Kilogramm schweren Fahrer? Ich fahre mit 25 km/h an und messe den Bremsweg, den ich innerhalb von drei Versuchen von fünf Meter achtzig auf drei Meter fünfzig verkürzen kann. Meine Erkenntnis: „Wenn ich das Bike einmal nicht rechtzeitig zum Stehen bringe, liegt das sicher nicht an diesen Bremsen, die auf dem neuesten Stand der Technik sind, sondern eher an meinem Können.“

TAG 4:  MERAN – LAIFS
Am vierten Tag fahre ich durch endlose Apfelplantagen. Auf einer Fläche, so groß wie über 25.000 Fußballfelder, werden hier Äpfel aller Art angebaut. Rund acht Prozent der gesamten europäischen Apfelernte stammt aus Südtirol. 

Die flacheren Strecken bieten eine willkommene Erholung nach den steilen Anstiegen der letzten Tage. Das zeigt sich auch an der Akkuleistung: Abends auf dem Campingplatz ziehe ich Bilanz. Nach 78 Kilometern habe ich noch 68 % Restakku. Das liegt daran, dass ich heute darauf geachtet habe, die Unterstützungsstufen so ökonomisch wie möglich zu wählen – und das hat sich ausgezahlt. 
Gute Nacht!

Ich bin überrascht, wie viel Akku ich gespart habe, nur dadurch, dass ich den Motor nur dann zugeschaltet habe, wenn es wirklich nötig war. Das zeigt, dass es auf die Frage: „Wie weit komme ich mit einer Akkuladung?“ keine eindeutige Antwort gibt – es kommt immer darauf an. Aber es lohnt sich definitiv, so ökonomisch wie möglich zu fahren.

TAG 5:  LAIFS – RIVA DEL GARDA
Der letzte Tag meiner Reise beginnt mit einem Abstecher nach Trient. Ein echter italienischer Kaffee am barocken Neptunbrunnen auf dem Domplatz ist genau das Richtige, um frische Energie zu tanken. Trient lohnt sich als Zwischenstopp aber nicht nur wegen des köstlichen Kaffees, sondern auch wegen seiner malerischen Gassen, der italienischen Lebensart und der historischen Altstadt, die einen in vergangene Zeiten versetzt. Nach diesem kulturellen Highlight geht es auf die letzten Meter. Dann erscheint hinter einer Berg- kuppe plötzlich der Gardasee in seiner ganzen Pracht.

Das i:SY P12 war auf der gesamten Tour ein verlässlicher Begleiter und beantwortet damit die Frage selbst: Eine Alpenüberquerung auf einem Kompaktrad – Mit dem i:SY P12 geht das!

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